Frostbeulen

Auf einen Blick

  • Frostbeulen (Periones/Pernionen) sind Hautveränderungen, die vor allem im Winter entstehen, wenn betroffene Körperregionen kaltem, feuchtem Wetter ausgesetzt sind und es zu Durchblutungsstörungen kommt.
  • Typische Symptome sind Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Schmerzen, im Verlauf können geschwollene Knoten oder Blasen auf der Haut hinzukommen.
  • Meist treten Frostbeulen an den Fingern und Zehen auf, seltener im Gesicht und an den Beinen.
  • Zur Linderung der Symptome sollten die Hautstellen warm und trocken gehalten werden, auch Bewegung kann helfen. Zudem können Kortisonsalben und gefässerweiternde Medikamente eingesetzt werden.

Was sind Frostbeulen?

Frostbeulen („Periones“) sind entzündete, teils schmerzhafte, rot-bläuliche Hautveränderungen, die im Winter aufgrund der niedrigen Temperaturen und des feuchten Wetters auftreten können. Sie treten meist bei Temperaturen um den Gefrierpunkt herum auf, wenn die betroffenen Körperstellen nicht ausreichend vor der Kälte geschützt werden.

Bei betroffenen Personen gehen sie meist mit einer sog. Akrozyanose einher, das heisst, dass die Hände bzw. die Füsse kalt und blau werden. Dies ist auf eine Störung der Durchblutung der kleinsten Blutgefässe zurückzuführen. 

Meist treten sie akut auf, wenn der Körper für kurze Zeit der Kälte ausgesetzt ist. Man spricht von chronischen Frostbeulen, wenn man sich regelmässig oder wiederholt in der Kälte aufhält.

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Welche Ursachen haben sie?

Die genaue Ursache der Entstehung von Periones ist nicht bekannt. Vermutet wird aber, dass sich Blutgefässe an ohnehin bereits schlechter durchbluteten Arealen im Körper durch die Kälte zusammenziehen, was zu einer Minderdurchblutung und Unterversorgung mit Sauerstoff führt. Hierdurch kommt es zu Entzündungsreaktionen, aus welchen wiederum die Frostbeule entsteht.

Ausserdem neigen auch Menschen, die viel Alkohol und/oder Zigaretten konsumieren, zu diesen Entzündungsreaktionen, da ein Konsum dieser Stoffe die Durchblutung ohnehin stört.

Wodurch werden sie ausgelöst?

Frostbeulen entstehen bei kalten Temperaturen um Null Grad, also um den Gefrierpunkt herum. Auf die Kälte reagieren die Blutgefässe empfindlich und ziehen sich zusammen. Nässe und Feuchtigkeit fördern ebenfalls die Entstehung, weshalb auch ein feuchtes Klima als Auslöser gilt. Auch starker Wind begünstigt die Entstehung.

Was sind die Symptome?

Die häufigsten Symptome sind Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an den betroffenen Körperstellen. Ohne eine Behandlung oder Milderung der Symptome können im weiteren Verlauf zusätzlich geschwollene Knoten oder Blasen auf der Haut entstehen. Zu Verfärbungen der Haut und zu Blasen kommt es aber seltener.

Sollte keine Behandlung zur Milderung der Symptome stattfinden, können auch Narben auf der Haut oder sogar Infektionen entstehen.

Frostbeulen: Hand im Schnee

Welche Körperregionen sind besonders häufig betroffen?

Besonders an Fingern und an den Zehen machen sie sich bemerkbar. Aber auch das Gesicht und die Beine können betroffen sein. Besonders Kinder sind oft betroffen.

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Wann sollte ich zum Hautarzt?

Durch eine Konsultation eines Facharztes oder einer Fachärztin kann eine Diagnose gestellt, und andere Krankheiten ausgeschlossen werden. Zudem kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen Cremes und Salben verschreiben, um die Symptome zu lindern. In schweren Fällen ist eine medikamentöse Behandlung notwendig, um Folgeschäden der Haut zu verhindern.  

Wie verläuft die Behandlung?

Die betroffenen Stellen sollten warm und trocken gehalten werden, beispielsweise durch das Tragen von Handschuhen. Auch lauwarmes Wasser kann helfen, die Symptome zu lindern. Auf keinen Fall sollten heisses Wasser oder andere heisse Faktoren, wie beispielsweise die Heizung, die betroffenen Stellen direkt berühren.

Durch Bewegung kann die Durchblutung wieder angeregt werden und die Heilung somit beschleunigen.

In schweren Fällen kann der Arzt oder die Ärztin aber mit kortisonhaltigen Salben und gefässerweiternden Medikamenten nachhelfen. In der Regel sind diese Entzündungen aber nicht gesundheitsgefährdend und auch nicht ansteckend.

In manchen Fällen klingen die Symptome von selbst nach einiger Zeit ab und die Frostbeulen sind nach wenigen Wochen wieder verschwunden.

Ist eine digitale Diagnose bei Frostbeulen möglich?

Viele Hauterkrankungen können Hautärzte und Hautärztinnen allein anhand von Fotos und Informationen zu den Symptomen erkennen. Wichtig: Digitale Blickdiagnosen sind nur mit guter Bildqualität möglich.

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Autor: Dermatologe Dr. med. Max Tischler

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